Ungarnbilder. Hintergründe. Mythen

Gabriella Schubert

Abstract


Gegenstand dieser Darstellung sind die Bilder, die man sich in Europa von Ungarn und seinen Bewohnern machte und macht. Hierbei handelt es sich um Klischees, Stereotype und Vorurteile unterschiedlicher Herkunft und Motivation, deren Hintergründe dekonstruktivistisch beschrieben werden.
Vorgestellt werden folgende, im Laufe der Geschichte geprägte Ungarnbilder, von denen einige lediglich zeitlich begrenzt, im Rahmen spezifischer politisch-kultureller Konstellation Gültigkeit besaßen, andere jedoch die Jahrhunderte überdauerten und bis in die Gegenwart „eingeprägt” sind:

  • Antikes Narrativ über die „barbarischen” Ungarn
  • „Blutrünstige” Skythen und Hunnen
  • Das andere, christliche Königreich Ungarn (Stephan I., die Hl. Elisabeth)
  • Vornehme Ritter und tapfere Kämpfer für das europäische Christentum
  • „Faul, selbstsüchtig, herrisch”
  • „ Schneidig, und gutaussehend, verwegen und markant“
  • Exotisches Ungarn
  • Ungarn und Roma („Zigeunermusik”)
  • Freiheitsliebender Ungar
  • Ungarische Operettenhelden
  • Stereotypen-Konglomerat („ritterlich”, „adlig”, „feurig” und „wild”)
  • Politischer Konservatismus
  • Nach 1945 – der „Gulaschkommunismus”
  • Der Durchbruch nach Westen
  • Transition und politischer „Rechtsruck”seit der Wende  

Schlagworte


Bilder, Imagologie

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© 2018 Zeitschrift für Balkanologie (ISSN 0044-2356) Gefördert durch DFG Harrassowitz Verlag Logo